"Zeiten der wirtschaftlichen Krise sind Zeiten der Erneuerung. Wir sind gefordert, Brücken in die Zukunft zu bauen und die Weichen so zu stellen, dass neue Quellen für Wachstum und Beschäftigung erschlossen werden", sagte Forschungsministerin Schavan bei der internationalen Hightech-Strategie-Konferenz. Die Ministerin weiter: "Der internationale Wettbewerb um Talente, um Technologie und Marktführerschaft wird weiter zunehmen. Die Bedeutung von Bildung, Wissenschaft, Forschung und Entwicklung steigt - sie sind die entscheidende Grundlage für Wachstum, Arbeitsplätze und Wohlstand der Zukunft."
1. Reihe unten von links nach rechts: Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer, Dr. Manfred Wittenstein
2. Reihe von links nach rechts: Peter Löscher, Prof. Dr. Helga Rübsamen-Schaeff, Prof. Dr. Annette Schavan, Lord Paul Drayson, Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger
3. Reihe von links nach rechts: Dr. Arend Oetker, Dr. Stefan Marcinowski, Prof. Dr. Günter Stock, Prof. dr. Andreas Barner, Prof. Dr. Jürgen Mlynek
"Woher das neue Wachstum kommt" - unter diesem Titel lud Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan am 6. Mai zur internationalen Hightech-Strategie-Konferenz 2009 von Forschungsunion Wirtschaft - Wissenschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein. Der Einladung der Ministerin folgten über 400 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Gemeinsam mit dem britischen Forschungsminister Lord Drayson, dem US-amerikanische Energieminister und Nobelpreisträger Prof. Chu sowie ihrer französischen Amtskollegin Pécresse betonte Forschungsministerin Schavan das Ziel, gemeinsam die Chancen aus Forschung und Innovation zu nutzen.
Auf der Konferenz startete Ministerin Schavan eine Forschungs- und Innovationsoffensive, in deren Zentrum ein Acht-Punkte-Plan für Innovation und Wachstum in Deutschland steht.
Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan stellt Ihr Acht-Punkte-Plan vor
Der Acht-Punkte-Plan der Ministerin zielt vor allem darauf ab, jetzt die wichtigsten Weichen für die Innovationspolitik der Zukunft zu stellen. Dazu zählen vor allem die nachfolgenden Aufgaben:
"Wir müssen unser Bildungssystem leistungsfähiger machen. Wir brauchen einen Entwicklungsschub, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird, Aufstieg durch Bildung ermöglicht, jedem Jugendlichen Bildung und Ausbildung zugänglich macht und den Anteil der hochqualifizierten Fachkräfte erhöht."
"Der Pakt für Forschung und Innovation, der Hochschulpakt und die Exzellenzinitiative haben so viel Dynamik in das Wissenschaftssystem gebracht wie nie zuvor. Deshalb ist die Verstetigung dieser Pakte zwingend. Nicht zuletzt, um in den nächsten Jahren die notwendigen zusätzlichen Studienanfängerplätze zur Verfügung zu stellen."
"Wir müssen die Hightech-Strategie konsequent ausbauen und weiterentwickeln - mit den Schwerpunkten Gesundheit/Ernährung, Energie/Klimaschutz sowie Sicherheit, Mobilität und Kommunikation. Die Hightech-Strategie hat eine neue Qualität im Zusammenspiel von Wissenschaft - Wirtschaft - Politik gebracht. Wirtschaft und öffentliche Hand haben die Investitionen in Forschung und Entwicklung deutlich erhöht und zugleich eine sehr positive Entwicklung bei den Beschäftigungen erreicht."
"Wir werden vor allem unsere Maßnahmen der Innovationsförderung in den neuen Ländern verstärken. Der Deutsche Bundestag hat für die kommenden Jahre zusätzliche Mittel bewilligt, um Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern weiter auszubauen. Mit der Nationalen Akademie der Wissenschaft in Halle und dem auf Klima- und Nachhaltigkeitsforschung ausgerichteten Institute for Advanced Sustainibility Studies (IASS) in Potsdam entstehen attraktive und international bedeutsame Standorte für Politikberatung und international sichtbare Spitzenforschung."
"Wir brauchen ein innovationsfreundliches Steuersystem inklusive der Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung (FuE) sowie bessere Bedingungen für Existenzgründer und innovative kleine und mittelständische Unternehmen. Dazu bedarf es eines Gesamtpakets - neben Nachbesserungen bei der Unternehmenssteuerreform und beim Gesetz zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalbeteiligungen (MoRaKG) zum Wagniskapital muss das Instrument einer steuerlichen FuE-Förderung, durch Einführung von Steuergutschriften aufgenommen werden. Eine Sozialabgabenbefreiung für innovative Start-ups - wie von der Expertenkommission für Forschung und Innovation angeregt - kann helfen, Gründungen zu beschleunigen - mit allen positiven Effekten, die für Wachstum und Beschäftigung damit verbunden sind."
"Die demografische Entwicklung in Deutschland macht es dringend erforderlich, dass Deutschland attraktiv bleibt für Talente aus aller Welt. Nach ersten wichtigen Schritten in dieser Legislaturperiode sollte eine weitere Absenkung der Einkommensgrenze für den Zuzug Hochqualifizierter auf 50.000 Euro geprüft werden."
"Wir wollen unseren Hochschulen und Forschungsorganisationen im internationalen Wettbewerb den notwendigen Gestaltungsspielraum geben, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb muss die Wissenschaftsfreiheitsinitiative weiter vorangetrieben werden."
"Die Verankerung der Forschung in den transatlantischen Beziehungen und
im Kontext der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ist zwingend notwendig."
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Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, MdB, anlässlich der Konferenz "Woher das neue Wachstum kommt. Innovationspolitische Impulse für ein starkes Deutschland in der Welt" am 6. Mai 2009 in Berlin (URL: http://www.hightech-strategie.de/pot/download.php/M%3A1056+Neues+Wachstum+durch+Forschung+und+Innovation/~/_media/mr_20090506.pdf)
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Innovationspolitische Impulse für ein starkes Deutschland in der Welt (Herausgeber: Forschungsunion Wirtschaft - Wissenschaft) (URL: http://www.hightech-strategie.de/pot/download.php/M%3A1057+Die+Empfehlungen+der+Forschungsunion+Wirtschaft+-+Wissenschaft+%22Woher+das+neue+Wachstum+kommt%22+%282009%29/~/_media/empfehlungen_forschungsunion.pdf)

Bilanz und Perspektive
2009, 116 Seiten
Bestell-Nr.: 30455
Download [PDF - 2,43 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_und_innovation_fuer_deutschland.pdf)
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