Filmbeschreibung: Der Moderator sitzt im Büro und telefoniert. Währenddessen erhält er ein Fax, eine E-Mail und sein Handy klingelt. Es ist sehr hektisch, daher bricht er die Gespräche ab.
Moderator: Herzlich willkommen bei Ideen Zünden TV - Ihrem Webkanal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bei dieser ganzen Hektik in meinem Büro, ist es manchmal schwer, den Überblick zu behalten. Rettungskräfte bei großen Unfällen und Katastrophen können natürlich nicht so einfach auflegen. Sie benötigen innerhalb kürzester Zeit alle verfügbaren Informationen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt ein Projekt, das die Einsatzleitung bei drohenden Katastrophen mit modernster Technik unterstützen soll.
Filmbeschreibung: In einer Computeranimation erscheint eine Energiesparlampe vor einem dunklen Hintergrund, dann folgen unzählige weitere. Gemeinsam bilden sie die Fläche der Bundesrepublik Deutschland ab. Der Schriftzug "Ideen Zünden TV - Mit Neugier fängt alles an" erscheint.
Moderator: Ich befinde mich jetzt in Darmstadt bei der Firma SAP, die das Projekt SoKNOS entwickelt hat und bei mir ist Herr Professor Dr. Lutz Heuser. Herr Professor Heuser, welche Grundidee stand am Anfang des Projektes?
Prof. Heuser: Es geht um moderne Softwareentwicklung am Beispiel Katastrophenschutz. Wir wollen versuchen, Einsatzkräfte unterschiedlicher Art - Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz - besser in der Situation zu helfen, wenn eine solche Katastrophe eingetreten ist. Hierbei geht es darum, dass wir die verschiedenen Einsatzkräfte besser miteinander vernetzen, so dass die Koordination zwischen den verschiedenen Einsatzkräften optimiert werden kann. Gerade zu Beginn ist es sehr wichtig herauszufinden, was ist passiert? Wo ist was passiert? Welche Maßnahmen muss ich ergreifen? Wir setzen da ganz unterschiedliche Informationsquellen ein, sowohl aus dem Internet, aus den Systemen dieser Einsatzkräfte, aber auch, ganz interessant, neuartige Möglichkeiten, wie zum Beispiel fliegende Drohnen, die Informationen direkt in unser System einspeisen und uns somit die Möglichkeit geben, besser und genauer einschätzen zu können, wie ist die Lage vor Ort? Welche Entscheidungen sind zu treffen? Welche Maßnahmen sind zu ergreifen?
Moderator: Wer war denn noch bei der Entwicklung des Systems beteiligt?
Prof. Heuser: Sie können sich vorstellen, dass so ein Projekt insbesondere auch die Anwender einbinden muss, weil wir müssen ja genau verstehen, wie diese Einsatzkräfte letztendlich arbeiten und wie man ihr Leben vereinfachen kann in einer solchen Situation.
Moderator: Ich spreche jetzt mit einer der beteiligten Anwenderinnen Frau Kaczmarek, die Leiterin der Forschungsprojekte der Berliner Feuerwehr. Frau Kaczmarek, was ändert sich denn jetzt für Sie und ihre Arbeit durch SoKNOS?
Frau Kaczmarek: Ja, was Sie hier hinter uns sehen, ist die Ausstattung mit der ein Stab heutzutage eine solche Schadenslage bewältigen würde. Wir haben hier eine Karte, die statisch ist. Was wir mit SoKNOS erreichen wollen, ist, dass wir in der Zusammenarbeit, durch die Digitalisierung solcher Karten, auch zuständigkeitsübergreifend schneller werden, dass wir Informationen schneller, gezielter zur Verfügung stellen können und dann die Möglichkeit haben bestimmte Schäden abzuwehren, bevor sie überhaupt eintreten, aber auch die Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren.
Filmbeschreibung: Während der Erklärung sehen wir eine vor Kaczmarek vor einer großen Videowand. Auf dieser Videowand sind, neben vielen weiteren Informationen, digitale Satellitenaufnahmen abgebildet. Frau Kaczmarek bedient diese Wand mit den Finger - so markiert sie zum Beispiel auf der Karte ein Einsatzgebiet.
Moderator: Durch die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird mit SoKNOS also eine innovative Technologie entwickelt, mit der Rettungseinsätze in Zukunft gezielter gesteuert werden können. Die Handlungssicherheit von Rettern wird erhöht und somit die Bevölkerung und die Umwelt geschützt. Das war Ideen Zünden TV. Forschung lohnt sich für uns alle. Bis zum nächsten Mal.
Bei Unfällen oder Katastrophen müssen verschiedene Einsatzkräfte, wie Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk, eng miteinander kooperieren. Um die Zusammenarbeit bei Großschadenslagen effizienter und schneller zu gestalten, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt die Entwicklung einer innovativen Technologie, mit der in Zukunft Einsatzkräfte besser miteinander vernetzt und somit Rettungseinsätze gezielter gesteuert werden können.