Filmbeschreibung: Die Moderatorin Miriam Rixen kommt vom Einkaufen nach Hause. Schnaufend trägt sie die Einkaufstaschen die Treppe hoch. In der Küche angekommen wendet sie sich an den Zuschauer.
Moderatorin: Herzlich willkommen bei Ideen Zünden TV, Ihrem Webkanal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Den ganzen Wochenendeinkauf drei Stockwerke hochzutragen kann ganz schön anstrengend sein. Viele ältere Menschen haben mit solch alltäglichen Dingen meist noch mehr zu schaffen und sind ohne Hilfe schnell überfordert. Damit ältere Menschen in Zukunft möglichst lange und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen können, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt das Projekt "WohnSelbst".
Filmbeschreibung: In einer Computeranimation erscheint eine Energiesparlampe vor einem dunklen Hintergrund, dann folgen unzählige weitere. Gemeinsam bilden sie die Fläche der Bundesrepublik Deutschland ab. Der Schriftzug "Ideen Zünden TV - Mit Neugier fängt alles an" erscheint.
Moderatorin: Ich bin heute in Wiesbaden und bei mir steht Herr Holger Strehlau, Sprecher der Geschäftsführung der HSK Rhein-Main GmbH, die die Leitung des Projekts "WohnSelbst" übernommen hat. Herr Strehlau, welche Ziele verfolgen sie denn überhaupt mit diesem Projekt "WohnSelbst"?
Herr Strehlau: Sowohl wir als auch alle anderen Partner verbinden mit dem Projekt "Wohnselbst" ein Ziel und das bedeutet, dass die Mieterinnen und Mieter, die davon Gebrauch machen, möglichst lange auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihrer Wohnung weiter leben können.
Moderatorin: Und wie wollen sie dieses Ziel umsetzen?
Herr Strehlau: Dieses Ziel wollen wir umsetzten, indem wir unterschiedliche auf dem Markt und in der Entwicklung befindliche Lösungen kombinieren. Das bedeutet, dass die Mieter das Angebot bekommen einen Gesundheitscheck durchführen zu lassen in der HSK, dass anschließend diese Daten in einer Gesundheitsakte abgelegt werden, dass diese Daten natürlich dann der Ausgangspunkt sind für eine individuelle Betreuung für den Mieter und die Mieterin. Das heißt bei einem kleinen Übergewicht bekommt der Mieter eine Körperwaage mit, hat er einen Bluthochdruck, bekommt er ein Blutdruckmessgerät mit. Diese Daten werden selbstverständlich chronologisch aufgenommen und gespeichert und führen dann dazu, dass der Health Body, ein Gerät der Firma Bosch, diese Daten aufnimmt und täglich einen Fragenkatalog generiert, der individuell für jeden Mieter zugeschnitten ist. Zum Beispiel: "Haben sie ihre Medikamente genommen?", "Waren sie heute auf der Waage?" Alles das sind Aspekte, die dort eingehen. Nicht zuletzt ein ganz wesentlicher Baustein ist der Smart Living Manager. Mit dem Fernsehgerät hat der Mieter die Möglichkeit, sich seine medizinischen Daten noch einmal anzusehen. Deshalb haben wir auch den Begriff "WohnSelbst" gewählt.
Filmbeschreibung: Während des Interviews wird ein älterer Patient bei einem ärztlichen "Gesundheitscheck" auf dem Ergometer gezeigt, das Gerät Health Body wird eingeblendet und es ist ein Senior in seiner Wohnung zu sehen, der sich Informationen über den Smart Living Manager abruft.
Moderatorin: Und wie man sich das Wohnen in hohem Alter zukünftig vorstellen kann, erklärt mir jetzt Herr Xaver Braun. Er ist Geschäftsführer der GWW, der Wiesbadener Wohnbaugesellschaft, die ebenfalls an dem Projekt "WohnSelbst" beteiligt ist. Herr Braun, warum unterstützt Ihr Unternehmen "WohnSelbst"?
Herr Braun: Für die Wohnungswirtschaft ist es evident, dass das Wohnen über das Bauen, das Sanieren, das Vermieten hinausgeht, weil die Mieter natürlich Ansprüche haben, die darüber hinaus gehen. Und es gibt Bereiche wo wir die Bedürfnisse, die Mieter haben, nur bedingt erfüllen können und deshalb brauchen wir Kooperationspartner, wie in diesem Fall die Schwestergesellschaft HSK. Wir versprechen uns von dem Modell, dass unsere Mieter sehr lange in ihren Wohnungen wohnen bleiben können, dass sie eine Dienstleistung angeboten bekommen in Bezug auf ihre Gesundheit, die es einfach ermöglicht, in ihrem gewohnten Umfeld wohnen zu bleiben, so lange es eben möglich ist.
Filmbeschreibung: Noch einmal wird der Senior gezeigt, der sich seine medizinischen Daten über sein Fernsehgerät abruft.
Filmbeschreibung: Die Moderatorin befindet sich nun draußen vor einem Mehrparteien-Wohnhaus.
Moderatorin: Dank der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können ältere Menschen in Zukunft durch innovative Assistenz- und Servicetechnologien deutlich länger ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen. Das war Ideen Zünden TV. Forschung lohnt sich für uns alle. Bis zum nächsten Mal.