Filmbeschreibung: Die Moderatorin Miriam Rixen spielt am Küchentisch gegen die sechsjährige Josephine Memory. Sie deckt zwei Karten auf, die nicht zueinander passen. Josephine ist an der Reihe: Sie deckt ein passendes Pärchen nach dem anderen auf und schaut die Moderatorin freudenstrahlend und breit-grinsend an. Beeindruckt wendet sich die Moderatorin an den Zuschauer.
Moderatorin: Herzlich willkommen bei Ideen Zünden TV, Ihrem Webkanal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Kindern fallen Merk-Spiele - wie beispielsweise dieses Memory-Spiel - besonders leicht. Je älter man wird, desto stärker lässt häufig auch das Gedächtnis nach. Zudem können Krankheiten das Erinnerungsvermögen stark beeinträchtigen. Um Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson besser verstehen und Präventionsmaßnahmen sowie neue Therapieverfahren entwickeln zu können, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung jetzt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen.
Filmbeschreibung: In einer Computeranimation erscheint eine Energiesparlampe vor einem dunklen Hintergrund, dann folgen unzählige weitere. Gemeinsam bilden sie die Fläche der Bundesrepublik Deutschland ab. Der Schriftzug "Ideen Zünden TV - Mit Neugier fängt alles an" erscheint.
Moderatorin: Ich bin heute in Bonn und bei mir steht Herr Dr. Eugenio Fava, Biologe des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen, kurz das DZNE. Herr Dr. Fava, was sind denn überhaupt neurodegenerative Erkrankungen?
Herr Dr. Fava: Es gibt viele neurodegenerative Erkrankungen. Die bekanntesten sind Alzheimer, Demenz und die Parkinson-Krankheit. Aber auch die Multiple Sklerose gehört beispielsweise dazu. Es gibt aber noch viele andere neurodegenerative Erkrankungen, die den meisten Menschen weniger bekannt sind.
Moderatorin: Was sind die Ziele des DZNE?
Herr Dr. Fava: Unser Schwerpunkt liegt auf der Erforschung von Alzheimer und Parkinson. Wir wollen wesentliche Beiträge für die Vorbeugung und Heilung neurodegenerativer Erkrankungen leisten. Die Früherkennung und die Therapie sind die Ziele unserer Forschung. Außerdem wollen wir durch eine patientennahe Forschung die Lebensqualität für Patienten und Angehörigen verbessern. Leider muss man zum aktuellen Forschungsstand bei Alzheimer sagen, dass sich diese Krankheit immer noch nicht heilen lässt. Wir können sie aber schon frühzeitig erkennen und versuchen, ihren Verlauf zu verlangsamen.
Filmbeschreibung: Während der Erläuterungen sind Forscher bei ihrer Arbeit im Labor zu sehen.
Moderatorin: Das DZNE ist ja das Nationale Forschungszentrum für neurodegenerative Erkrankungen. Was erforschen denn die einzelnen Standorte?
Herr Dr. Fava: Unsere sieben Standorte haben zwar unterschiedliche Forschungsprojekte. Aber wir werden gemeinsam neue Wege finden, Therapien für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln. Je mehr wir über die Ursache der Krankheit wissen, desto leichter können wir zu ihrer Heilung beitragen. In München erforscht Prof. Haass an Zebrafischen die molekularen Mechanismen von Alzheimer. Prof. Bartholomeyczik ist am Standort Witten unsere Expertin in der Versorgungsforschung. Das ist sehr wichtig für Patienten und ihre Familien. Solange es keine effektiven Therapien für Demenzen gibt, ist es wichtig, die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.
Filmbeschreibung: Während der Erläuterungen ist eine Landkarte zu sehen, auf der die sieben Forschungsstandorte hervorgehoben sind. Darüber hinaus ist die Forschung an Zebrafischen zu sehen.
Moderatorin: Dank der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden nun Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson intensiver erforscht. Durch die Ergebnisse der Wissenschaftler können Medikamente und Therapien entwickelt werden, die demenzkranken Menschen helfen und ihnen sowie ihren Angehörigen eine bessere Lebensqualität ermöglichen können. Das war Ideen Zünden TV. Forschung lohnt sich für uns alle. Bis zum nächsten Mal.