Schon heute ist Deutschland in den Umwelttechnologien führend. Für nachhaltiges Wirtschaften stehen innovative Konzepte, z. B. aus dem Bauwesen: Die Forschung arbeitet beispielsweise an energieeffizienten Niedrigenergiehäusern oder der Optimierung von Recycling-Maßnahmen.
Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Wasserstraßen und die Schifffahrt aus. Diese möglichen Auswirkungen wie der Anstieg des Meeresspiegels oder Änderungen der Flussgebiete ergründet das Forschungsprogramm "KLIWAS - Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt in Deutschland und Entwicklung von Anpassungsstrategien" des BMVBS. Der Verbund der Ressortforschungsinstitutionen bearbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen des veränderten Klimas und seiner Folgen und entwickelt neue Lösungsstrategien. Damit soll die Leistungsfähigkeit des umweltfreundlichen Verkehrsträgers "Wasserstraße" auch in Zukunft sichergestellt werden. Die Ergebnisse werden auch für andere Veränderungen an Gewässern von Bedeutung sein.
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Ein nachhaltiges Wirtschaften ist vor allem im Gebäudebereich künftig von außerordentlicher Bedeutung. Die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" des BMVBS will die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bauwesens im europäischen Binnenmarkt stärken. Insbesondere soll der Wissensgewinn in den Bereichen technischer, baukultureller und organisatorischer Innovationen gefördert werden. Ziel ist es, wissenschaftlich-technische Entwicklungen im Niedrigenergiehaussektor zu verbinden. Das kann durch eine bessere Rohstoffproduktivität, beispielsweise durch ressourceneffiziente Entsorgung/Recycling, sowie stärkerem Einsatz von Recyclingmaterial gelingen. Die Forschungsinitiative "Zukunft Bau" entwickelt in diesem Sinne auch das Regelwerk im Bauwesen weiter und führt dadurch Hochtechnologien in die Baupraxis ein.
Im Rahmen der Bau- und der Elektromobilitätsforschung startete ab Oktober 2011 das Nachfolgemodell des Plus-Energie-Haus, das Bauen und Verkehr kombiniert. Die Energie, die das Haus erzeugt, wird in passenden Hochleistungsbatterien gespeichert und tankt Elektrofahrzeuge auf. Bereits in diesem Jahr wurde ein erstes voll funktionsfähiges, bewohnbares "Energieüberschusshaus" in Berlin präsentiert. Nach einem vierteljährigen wissenschaftlichen Probelauf des Projektes ist im März 2012 der Einzug einer Testfamilie für 15 Monate vorgesehen. In dieser Zeit laufen verschiedene Forschungsuntersuchungen weiter.
Mit dem "Climate Service Center" wurde am 1. Januar 2009 am GKSS-Forschungszentrum Geesthacht eine neue Informations- und Beratungsplattform für Politiker, Entscheidungsträger und Investoren eingerichtet. Das Center schließt die Lücke zwischen der Klimasystemforschung und den Nutzern der Klimadaten, in dem es verlässliche Informationen über den gegenwärtigen Zustand des Klimas und seine künftige Entwicklung effizient bündelt, evaluiert und bedarfsgerecht bereitstellt. Im Dienstleistungszentrum CSC wird ein Netzwerk von Forschungsinstitutionen, Klimaberatungseinrichtungen und der Wirtschaft geschaffen, das auf eine enge Zusammenarbeit von Nutzern und Wissenschaftlern, eine klare Orientierung entlang der Nachfrage und bedarfsgerechte Produkte setzt. Hierzu zählt zum Beispiel die routinemäßige Erstellung von globalen und regionalen Klimaszenarien und -vorhersagen.
Die Bundesregierung unterstützt das Land Brandenburg beim Aufbau eines interdisziplinär ausgerichteten Spitzeninstituts in Potsdam. Es forscht in den Themenbereichen Klima, Erdsystem und Nachhaltigkeit. Diese Maßnahme beruht auf der Empfehlungen des Potsdamer Nobelpreisträger-Symposiums "Global Sustainability - a Nobel Cause" und den Ergebnissen des Klimagipfels, die in die Hightech-Strategie eingeflossen sind. Gründungsdirektor ist Prof. Klaus Töpfer. Bis zu 50 Gastwissenschaftler (Fellows), von der vielversprechenden Nachwuchsforscherin bis zum Nobelpreisträger, werden dort für eine befristete Zeit zu einem frei gewählten Thema forschen können. Das Institut (Institute for Advanced Sustainability Studies/IASS) schlägt Brücken zwischen Wissenschaft und Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Es soll die gesellschaftliche Verständigung über Möglichkeiten und notwendige Maßnahmen zur Bewältigung weltweiter Veränderungsprozesse voranbringen. Ab 2016 übernehmen der Bund und das Land Brandenburg unter der Voraussetzung einer positiven Evaluation die dauerhafte Finanzierung des Instituts.
Gezielte Forschung für Klimaschutz und Ressourcenerhalt - Förderprogramme im Einzelnen
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(URL: http://www.wasserressourcen-management.de/)
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"Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserstraßen und Handlungsoptionen für Wirtschaft und Binnenschifffahrt". Das Projekt nimmt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserstraßen in den Fokus. (URL: http://www.kliwas.de)