Informations- und Kommunikationstechnologien: Alte und neue Märkte mit großem Wachstumspotenzial
Die Hightech-Strategie hat den Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) eine besondere Schubkraft verliehen. IKT durchdringen immer mehr Lebens- und Arbeitsbereiche unserer Gesellschaft. Sie bilden die Basis für neue Multimedia- und Dienstleistungsangebote in Wirtschaft (E-Business, E-Commerce) und öffentlicher Verwaltung (E-Government), im Gesundheitswesen (E-Health), Verkehr und im privaten Leben. Informations- und Kommunikationstechnologien bieten großes wirtschaftliches Potenzial. Zugleich sind sie Wachstumstreiber für viele andere Branchen.
Nach Auswertung des European Information Technology Observatory (EITO) wuchs der IKT-Markt zwischen 2006 und 2007 weltweit um 6,3 Prozent. Er wird vor allem in den Schwellenländern Indien und China immer größer. In Deutschland sorgen gut 800.000 Beschäftigte für rund 145 Milliarden Euro Umsatz. Der Branchenverband BITKOM geht davon aus, dass das Vorjahresniveau trotz unsicherer Wirtschaftslage gehalten werden kann. Im Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten ist die Branche für rund sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich. IKT tragen in Europa mit 40 Prozent zum Produktivitätswachstum bei.
Informations- und Kommunikationstechnologien treiben Innovationen an
Unter dem Namen
"IKT 2020 - Forschung für Innovationen" setzt die Bundesregierung ihre Hightech-Strategie für den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien um. Das Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurde anlässlich der CeBIT 2007 vorgestellt. Die Forschungsförderung - insgesamt 1,5 Milliarden Euro innerhalb fünf Jahren - ist auf in Deutschland starke Anwendungsbereiche ausgerichtet, in denen Innovationen in hohem Maße IKT-getrieben sind. Neben der IKT-Wirtschaft selbst sind dies vor allem die Bereiche Automobil, Maschinenbau, Medizin, Logistik und Energie. IKT sorgen so für größere Sicherheit im Straßenverkehr, weniger Kraftstoffverbrauch, ressourcenschonenderen Warentransport, moderne Medizin und altersgerechte Assistenzsysteme (AAL). In der Automobilindustrie, der Logistik und Medizintechnik sind mittlerweile mehr als 80 Prozent der Innovationen durch IKT getrieben. Im Fokus der Förderung stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU), vor allem mit der themenoffenen "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie" und "KMU-innovativ: IKT". In Letzterer wurden bis Ende 2008 bereits 878 Projektvorschläge eingereicht, davon waren 460 KMU erstmals an Förderprogrammen beteiligt.
Damit sich die Informationsgesellschaft fortentwickeln kann, werden im Aktionsprogramm
"Informationsgesellschaft Deutschland 2010" (ID 2010) Gesetzesvorhaben und Förderprogromme aufeinander abgestimmt. Neben der Verbesserung rechtlicher Rahmenbedingungen (unter anderem: Telekommunikations-Änderungsgesetz und Telekommunikations-Regulierung, TeleMedien-Gesetz, digitales Urheberrecht so genannter Zweiter Korb) wird die Technologieförderung der Ressorts zusammengefasst. Weitere Schwerpunkte sind die Initiativen zur Breitbandförderung und zur Digitalisierung der Medien, das Netzwerk elektronischer Geschäftsverkehr sowie flächendeckende elektronische Verwaltungsdienste. Dazu gehören die elektronische Gesundheitskarte und Anstrengungen für eine höhere IKT-Sicherheit. Im Rahmen des E-Government-Programms der Bundesregierung wurden im Jahr 2008 unter anderem Forschungsaufträge zum Elektronischen Personalausweis, zur sicheren Kommunikation via De-Mail, zur zentralen Behördenrufnummer "115", zur EG-Dienstleistungsrichtlinie, zur elektronischen Bürgerbeteiligung und zur digitalen Integration der Bevölkerung mittels E-Government durchgeführt.
Neue
Innovationsallianzen und Strategische Partnerschaften auf dem Gebiet der IKT bringen Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und lassen Leitmärkte entstehen:
Innovationsallianz/
Strategische Partnerschaft
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Inhalt |
Digitales Produktgedächtnis
SemProM
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Intelligente Produkte: Ziel ist es, die nächste Generation von mobilen, eingebetteten und funkbasierten Elementen für die Internetkommunikation zwischen Alltagsobjekten untereinander und ihrer Umgebung zu entwickeln. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zum Internet der Dinge geleistet. |
Angewandte
Virtuelle Technologien,
AVILUS
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Virtuelle und erweiterte Realität: Ziel ist die Entwicklung leistungsstarker Technologien im Kontext virtueller und erweiterter Realität. Die Anwendungen erfolgen im Bereich der Entwicklung und Fertigung von Fahrzeugen, im Servicebereich sowie im Bereich der Aus- und Weiterbildung. |
| THESEUS |
Internet der Dienste: Ziel ist es, eine internetbasierte Wissensinfrastruktur zu schaffen, die Internetnutzern den einfachen Zugang zum globalen Wissen ermöglicht. Damit wird die schnell anwachsende Menge an Informationen in allen Bereichen sinnvoll nutzbar. |
| Transportdienste für das künftige Internet - 100 GET |
Datenübertragung: Ziel dieser europäischen Innovationsallianz ist es, gemeinsam mit Partnern aus Finnland, Frankreich, Schweden und Spanien Grundlagen für technische Standards zu legen, mit denen das Internet auch künftig den enormen Zuwachs im Datenverkehr bewältigen kann. |
| BioIndustrie 2021 |
Ressourcenschonende Produktionsverfahren: Cluster aus Unternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen, Finanzdienstleister unter anderem zur Umsetzung biotechnologischer Verfahren in industrielle Produktionsprozesse, zum Beispiel der Chemie- und Pharmaindustrie. |
Herausragende Initiativen
Deutsche IKT auf dem Weg an die Weltspitze - herausragende Förderinitiativen
Weitere Themen
Die am 14. März 2007 auf den Weg gebrachte Initiative setzt neue Akzente bei der Forschungsförderung im Bereich IKT. Ziel ist es, IKT-Innovationen ohne Reibungsverluste in die Anwendung zu bringen, um so die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland insgesamt zu stärken. Über einen Zeitraum von fünf Jahren stehen dafür insgesamt 1,5 Milliarden Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Im Vordergrund der Förderung stehen dabei jene Branchen, die einen Großteil der deutschen Wertschöpfung erbringen. Hierzu werden konsequent strategische Partnerschaften zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geschmiedet.
mehr (URL: http://www.bmbf.de/en/9069.php)
Die Bundesregierung bündelt ihre Aktivitäten im Aktionsprogramm "Informationsgesellschaft Deutschland 2010" (iD2010). Das Programm iD2010 adressiert die zentralen Fragen der Förderung der Informationsgesellschaft und der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), von der Verbesserung der wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen bis hin zu Beratungs- und Fördermaßnahmen in Bildung und Forschung. Ausgangspunkt ist, dass eine politische Gestaltung der Informationsgesellschaft immer wichtiger wird, da die IKT mittlerweile der dominierende Faktor für mehr Produktivität, Wachstum und Beschäftigung sind.
mehr (URL: http://www.bmwi.de/English/Navigation/Technology-policy/the-information-society,did=79428.html)
Die Initiativen im Einzelnen
Von Multimedia bis Mobilität - die Initiativen im Einzelnen
Weitere Themen
Für den Ausbau von IKT-Dienstleistungen u.a mit den Schwerpunkten Wissensmanagement und vernetzte intelligente Systeme wird das Programm "Multimedia" fortentwickelt.
mehr (URL: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/multimedia.html)
Am 15. März 2007 wurden die Richtlinien zur Fördermaßnahme "KMU-Innovationsoffensive Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)" veröffentlicht. Ziel ist es, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung insbesondere für Erstantragsteller attraktiver zu gestalten.
mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/430.php)
Angesichts der Zuständigkeiten von Bund und Ländern bei Medien und der Telekommunikation wird die Medienordnung in Deutschland in beiderseitiger Zusammenarbeit fortentwickelt. Der Bundestag verabschiedete am 18.01.2007 das "Gesetz zur Vereinheitlichung von Vorschriften über bestimmte elektronische Informations- und Kommunikationsdienste (Elektronischer-Geschäftsverkehr-Vereinheitlichungsgesetz - ElGVG)". Kernstück des Gesetzes ist das neue Telemediengesetz (TMG). Die neuen Regelungen sollen unabhängig vom Verbreitungsweg der Angebote gelten, entwicklungsoffen sein und den Rechtsrahmen vereinfachen. Das Gesetz ist seit dem 1.03.2007 in Kraft.
mehr (URL: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/medienrecht.html)
Am 19.12.2006 ist das Gesetz über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen (Informationsweiterverwendungsgesetz, IWG) in Kraft getreten (BGBl. I, S. 2913). Öffentliche Stellen sind die größten Informationsproduzenten in Europa, deren wirtschaftlicher Wert auf 68 Milliarden Euro geschätzt wird. Für die Entwicklung neuer Dienste in der Informationsgesellschaft spielen die bei öffentlichen Stellen vorhandenen Informationen eine wichtige Rolle. Das IWG dient der Umsetzung der EU-Richtlinie 2003/98/EG. Es dient dem Ziel, durch Transparenz und Wettbewerb die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen zu erleichtern.
mehr (URL: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Technologie-und-Innovation/Informationsgesellschaft/informationen-des-oeffentlichen-sektors.html)