Aus kleinsten Dingen Großes schaffen: Nanotechnologie

Mit Hilfe von Nanotechnologie lassen sich heute gezielt Strukturen manipulieren, die tausendmal kleiner als eine Körperzelle oder eine Million Mal kleiner als ein Stecknadelkopf sind. Damit werden Beschichtungen möglich, die sich von selbst reinigen, Nanopartikel, die punktgenau Tumore bekämpfen können, oder winzige Datenspeicher, die auf der Fläche eines Cent-Stückes ganze DVDs fassen. Prognosen gehen von einem weltweiten Marktpotenzial von bis zu einer Billion Euro im Jahr 2015 aus. Deutschland ist in diesem Wachstumsfeld gut positioniert.

Nanotechnologie nutzt die besonderen Eigenschaften, die für viele Nanostrukturen charakteristisch sind: die mechanischen, optischen, magnetischen, elektrischen und chemischen Eigenschaften dieser kleinsten Strukturen hängen nicht allein von der Art des Ausgangsmaterials ab, sondern in besonderer Weise von ihrer Größe und Gestalt. Voraussetzung für die Nanotechnologie ist die Entdeckung der Arbeitsmöglichkeiten mit einzelnen Bausteinen der Materie sowie das damit zunehmende Verständnis der Selbstorganisation dieser Bausteine.

Die Nanotechnologie erarbeitet die Grundlagen für immer kleinere Datenspeicher mit immer größerer Speicherkapazität, für hochwirksame Filter zur Abwasseraufbereitung, für photovoltaische Fenster, für Werkstoffe, aus denen sich in der Automobilindustrie ultraleichte Motoren und Karosserieteile fertigen lassen, oder für künstliche Gelenke, die durch organische Nanooberflächen für den menschlichen Körper verträglicher sind.

Die industrielle Eroberung der Nanometer-Dimension hat bereits eingesetzt. Dabei geht die Erforschung der physikalischen Grundlagen und die Entwicklung und Markteinführung erster Produkte Hand in Hand. In der Elektronik gehört die nanoskalige Strukturierung bei der Chipherstellung oder bei der Entwicklung neuer Festplatten für Computer schon heute zum Handwerk. Aber auch für viele andere in Deutschland wichtige Industriebranchen wie Chemie, Pharma, Automobilbau, Informationstechnik oder Optik hängt die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte von der Erschließung des Nanokosmos ab. Die künftigen Fortschritte der Nanotechnologie sind entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Industriesektoren. Damit ist Nanotechnologie die Querschnittstechnologie schlechthin.  Derzeit sind rund 600 deutsche Unternehmen, die Mehrheit davon kleine und mittlere Unternehmen,in diesem Segmet aktiv.

Gemessen an der Zahl der Publikationen belegen deutsche Wissenschaftler in der nanotechnologischen Grundlagenforschung hinter den USA, Japan und China den vierten Platz. Bei Patentanmeldungen nimmt Deutschland im internationalen Vergleich den dritten Rang ein. Dabei ist die Durchführung von exzellenter Forschung gerade für hochinnovative KMU nicht immer einfach. Für die Entwicklung neuer Werkstoffe und innovativer Nanoanwendungen können sie in Deutschland häufig nicht ausreichend Wagniskapital akquirieren. Auch wenn inzwischen etwa 60 Finanzdienstleister die Chancen der Nanotechnologie erkannt haben und auf diesem Gebiet tätig geworden sind, ist die Akquise von Wagniskapital für kleine und mittlere Unternehmen häufig mit Schwierigkeiten verbunden. Angesichts des hohen Investitionsrisikos vieler Projekte ist daher ein einfacher Zugang zur Forschungsförderung für Unternehmen dieser Größe besonders wichtig.

Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die Umsetzung nanotechnologischer Forschungsergebnisse in vielfältige Innovationen zu beschleunigen. Sie strebt an, weitere Branchen und Unternehmen an die Nanotechnologie heranzuführen und durch eine frühzeitige Abstimmung verschiedener Politikfelder Innovationshemmnisse zu beseitigen. In diesem Rahmen wird die Bunderegieung einen intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit über Chancen und Risiken der Nanotechnologie führen.

  • Kurze Wege zur Förderung

    Sie planen ein anspruchsvolles Forschungsprojekt in einem kleinen oder mittleren Unternehmen? Dann haben Sie wahrscheinlich eine exzellente Idee, aber nur wenig Zeit für die Suche nach der richtigen Fördermöglichkeit. Im Rahmen von KMU-innovativ will das BMBF Ihnen den Zugang so einfach wie möglich machen.
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  • Forschung für die zivile Sicherheit

    Ziel des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung ist, durch die Entwicklung innovativer Lösungen die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Das Sicherheitsforschungsprogramm umfasst mehr als Technologieentwicklung. Innovation meint nicht nur technische Neuerungen, sondern beinhaltet auch innovative organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien. Interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, die Betrachtung von gesellschaftliche Dimensionen und Transparenz sind in der Sicherheitsforschung Voraussetzungen für den Programmerfolg. Das Programm ist zudem in einen europäischen Rahmen eingepasst.
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  • Biotechnologie

    In Deutschland gibt es inzwischen über 600 Unternehmen, die sich mit Biotechnologie befassen. Rund 500 davon sind "reine" Biotechnologie-Unternehmen, deren Geschäfte ganz oder überwiegend auf Verfahren der modernen Biotechnologie beruhen. Fast alle dieser Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit "KMU-innovativ Biotechnologie - BioChance" werden FuE-Projekte von KMU unterstützt, die auf dem Gebiet der Biotechnologie tätig sind bzw. ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Biotechnologie erweitern wollen.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/429.php)
  • Informations- und Kommunikationstechnologie

    Die IT- und Kommunikationsbranche (IKT) ist ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschland kann im Bereich IKT exzellente Forschungsergebnisse vorweisen, verzeichnet aber zugleich ungenutzte Potenziale bei der Umsetzung in industrielle Anwendungen und Produkte. Die IKT-Branche ist besonders stark durch KMU geprägt: Sie machen 90 Prozent der IT-Unternehmen in Deutschland aus. Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine wichtige Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/430.php)
  • Nanotechnologie

    Die Nanotechnologie birgt große Potenziale für Deutschland, technologisch wie auch wirtschaftlich. Schon heute sind rund 740 innovative Unternehmen mit der Entwicklung, Anwendung und dem Vertrieb nanotechnologischer Produkte befasst. Rund 50.000 industrielle Arbeitsplätze sind hiermit verbunden - mit steigender Tendenz. Branchenexperten schätzen für das Jahr 2015 das branchenübergreifende, weltweite Marktvolumen auf über eine Billion Euro.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/426.php)
  • Optische Technologien

    Die Optischen Technologien zählen mit über 120.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 18 Mrd. Euro zu den wesentlichen Zukunftsfeldern. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickeln sich in diesem Technologiefeld immer stärker als Innovationsmotor und Nahtstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will insbesondere solche KMU unterstützen, die sich besonders in Forschung und Entwicklung engagieren und innovative Forschungsprojekte fördern.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/604.php)
  • Produktionstechnologie

    Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen erzielen mehr als zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, nehmen Forschung, Entwicklung und Qualifizierung eine Schlüsselrolle ein. KMU sind als Innovationsmotor und Nahtstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft in diesem Bereich besonders stark. Sowohl in etablierten Bereichen als auch bei der Umsetzung neuer Schlüsseltechnologien in die betriebliche Praxis hat sich in den letzten Jahren eine neue Szene innovativer Unternehmen herausgebildet, die es zu stärken gilt.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/435.php)
  • Ressourcen- und Energieeffizienz

    Der Bedarf an Ressourcen und Energie einerseits sowie der Klimawandel andererseits werden in wenigen Jahren den Druck auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft massiv erhöhen. Umwelteffiziente Technologien entwickeln sich zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Treiber von Effizienztechnologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In vielen Bereichen besitzen deutsche Unternehmen und hier insbesondere KMU einen internationalen Wettbewerbsvorsprung. KMU sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine wichtige Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/439.php)

Ideen zünden TV

Mit Neugier fängt alles an! Jetzt öffnen Deutschlands Hightech-Labore ihre Tore. Ideen zünden-TV, der Web-Kanal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, berichtet exklusiv über die innovativsten und wegweisendsten Technologien der Zukunft. Denn Forschung lohnt sich für uns alle!

Publikationen

  • Nano-Initiative - Aktionsplan 2010

    Titelbild der Publikation

    2006, 36 Seiten
    Bestell-Nr.: 30221

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,08 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/nano_initiative_aktionsplan_2010.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Nanotechnologien
    • Dr. Michael Gleiche
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 6214 586
    • E-Mail-Adresse: nano@kmu-innovativ.de
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_REF=511&P_APC_THEMA=%25KMU-innovativ%25&Z_CHK=0
  • Forschungszentrum Jülich GmbH, PtJ

    • Geschäftsbereich Neue Materialien und Chemie
    • Dr. Peter Weirich
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61-2709
    • E-Mail-Adresse: nano@kmu-innovativ.de
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_REF=511&P_APC_THEMA=%25KMU-innovativ%25&Z_CHK=0