Kurze Wege zur Förderung

Sie planen ein anspruchsvolles Forschungsprojekt in einem kleinen oder mittleren Unternehmen? Dann haben Sie wahrscheinlich eine exzellente Idee, aber nur wenig Zeit für die Suche nach der richtigen Fördermöglichkeit. Im Rahmen von KMU-innovativ will das BMBF Ihnen den Zugang so einfach wie möglich machen.

KMU der Spitzenforschung erhalten künftig einen bevorzugten Zugang in derzeit sechs Technologiefeldern, die für Wachstum und Wohlstand in Deutschland besonders wichtig sind. Diese Felder sind

  • Biotechnologie
  • Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Nanotechnologie
  • Optische Technologien
  • Produktionstechnologie
  • Technologien für Ressourcen und Energieeffizienz
  • Forschung für die zivile Sicherheit

Die Einzelheiten der Förderung sind in den jeweiligen Förderbekanntmachungen geregelt.

Die folgenden sechs Schritte zeigen den Weg von der Idee zur Umsetzung Ihres Forschungsvorhabens.

1. Sie kontaktieren den Lotsendienst für Unternehmen bei der Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes.

Über das Beratungstelefon "Lotsendienst für Unternehmen" (0800 26 23 009) können Sie klären, welche Möglichkeiten zur Förderung Ihres Forschungsvorhabens im Rahmen von KMU-innovativ bestehen. Falls Ihr Projekt dort nicht richtig aufgehoben ist, werden Ihnen alternative Fördermöglichkeiten aufgezeigt.

2. Sie reichen zu einem der Stichtage eine Skizze Ihres Projektes ein.

Zur Beurteilung Ihres Forschungsvorhabens benötigt das BMBF eine aussagekräftige Projektskizze. Diese können Sie mit dem auf den folgenden Seiten angebotenen Skizzen-Werkzeug erstellen. Bitte wählen Sie dazu einen Bereich aus, der Ihrem Projekt thematisch entspricht. Eine einfache Menüführung leitet Sie dann durch den gesamten Prozess der Skizzenerstellung. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Ihre Projektskizze alle für die Begutachtung relevanten Punkte berücksichtigt und den vorgesehenen Umfang von 10 Seiten nicht überschreitet. Bis zur Abgabe oder dem gewählten Stichtag können Sie alle Eingaben noch überarbeiten.

3. Ihre Skizze wird innerhalb von zwei Monaten bewertet.

Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden. An zwei Stichtagen im Jahr werden alle bis dahin eingereichten Projektskizzen bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils zum 15. April und 15. Oktober. Eingereichte Projektvorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.

Folgende Kriterien bilden die Grundlage für die Bewertung:

  • Bedeutung des Forschungsziels: gesellschaftlicher Bedarf und Produktrelevanz 
  • Wissenschaftlich-technische Qualität des Lösungsansatzes
  • Innovationshöhe des wissenschaftlich-technischen Konzepts
  • Technologisches und wirtschaftliches Potenzial
  • Qualifikation der Partner
  • Qualität des Projektmanagements und ggf. der Verbundstruktur
  • Qualität und Umsetzbarkeit des Verwertungsplans, Kommerzialisierungsperspektive, Marktpotenzial
  • Beitrag des Projekts zur zukünftigen Positionierung des Unternehmens am Markt
  • Abschätzung der mit den wissenschaftlich-technischen Innovationen verbundenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Chancen und Risiken

Spätestens zwei Monate nach dem Bewertungsstichtag werden Sie über das Ergebnis informiert.

4. Wenn Ihre Skizze positiv bewertet wurde, stellen Sie den Förderantrag.

Wenn Ihre Projektskizze überzeugt hat, werden Sie eingeladen, einen Förderantrag zu stellen. Dies können Sie im Internet mit dem elektronischen Antragssystem "easy" erledigen, das Sie schnell durch den Antragsprozess führt. Dort stehen Ihnen auch die Richtlinien, Merkblätter und Hinweise zur Forschungsförderung zur Verfügung.

5. Über Ihren Antrag wird innerhalb von zwei Monaten entschieden.

Der vom BMBF beauftragte Projektträger prüft Ihren vollständigen Antrag.

Ist Ihr Antrag vollständig und erfüllt die formalen Kriterien, erhalten Sie innerhalb von zwei Monaten nach positivem Prüfungsergebnis einen Bewilligungsbescheid.

6. Sie verwirklichen mit KMU-innovativ Ihr Forschungsvorhaben.

Nach Erhalt des Bewilligungsbescheids können Sie mit der Umsetzung Ihres Forschungsprojekts beginnen. Sie entwickeln eine Lösung für ein anspruchsvolles und hochgradig relevantes Problem und stärken damit Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens. Dazu werden Ihnen die Fördermittel sukzessive mit Ihrem Projektfortschritt ausgezahlt. Wenn Sie das Vorhaben abgeschlossen haben, erstellen Sie einen Forschungsbericht und erläutern die weitere Verwertung der Ergebnisse.

  • Forschung für die zivile Sicherheit

    Ziel des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung ist, durch die Entwicklung innovativer Lösungen die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Das Sicherheitsforschungsprogramm umfasst mehr als Technologieentwicklung. Innovation meint nicht nur technische Neuerungen, sondern beinhaltet auch innovative organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien. Interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, die Betrachtung von gesellschaftliche Dimensionen und Transparenz sind in der Sicherheitsforschung Voraussetzungen für den Programmerfolg. Das Programm ist zudem in einen europäischen Rahmen eingepasst.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/1728.php)
  • Was ist ein KMU?

    Entscheidend für eine Förderung in KMU-innovativ ist die Beteiligung eines kleinen oder mittleren Unternehmens. Was rechtlich als KMU anzuerkennen ist, wurde von der EU-Kommission zum Januar 2005 neu geregelt. Neben den drei Kenngrößen für Mitarbeiter, Umsatz oder Bilanzsumme sind aber noch weitere Punkte bedeutsam. Wir geben Ihnen daher hier die Rahmendaten für eine einfache Einordnung sowie Hinweise auf weiter gehende Informationsquellen für komplexere Fälle.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/619.php)
  • Biotechnologie

    In Deutschland gibt es inzwischen fast 600 Unternehmen, die sich mit Biotechnologie befassen. Rund 500 davon sind "reine" Biotechnologie-Unternehmen, deren Geschäfte ganz oder überwiegend auf Verfahren der modernen Biotechnologie beruhen. Fast alle dieser Unternehmen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Mitarbeitern. Mit "KMU-innovativ Biotechnologie - BioChance" werden FuE-Projekte von KMU unterstützt, die auf dem Gebiet der Biotechnologie tätig sind bzw. ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Biotechnologie erweitern wollen.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/429.php)
  • Informations- und Kommunikationstechnologie

    Die IT- und Kommunikationsbranche (IKT) ist ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Deutschland kann im Bereich IKT exzellente Forschungsergebnisse vorweisen, verzeichnet aber zugleich ungenutzte Potenziale bei der Umsetzung in industrielle Anwendungen und Produkte. Die IKT-Branche ist besonders stark durch KMU geprägt: Sie machen 90 Prozent der IT-Unternehmen in Deutschland aus. Sie sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine wichtige Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/430.php)
  • Nanotechnologie

    Die Nanotechnologie birgt große Potenziale für Deutschland, technologisch wie auch wirtschaftlich. Schon heute sind rund 740 innovative Unternehmen mit der Entwicklung, Anwendung und dem Vertrieb nanotechnologischer Produkte befasst. Rund 50.000 industrielle Arbeitsplätze sind hiermit verbunden - mit steigender Tendenz. Branchenexperten schätzen für das Jahr 2015 das branchenübergreifende, weltweite Marktvolumen auf über eine Billion Euro.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/426.php)
  • Produktionstechnologie

    Produktion und produktionsnahe Dienstleistungen erzielen mehr als zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung in Deutschland. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, nehmen Forschung, Entwicklung und Qualifizierung eine Schlüsselrolle ein. KMU sind als Innovationsmotor und Nahtstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft in diesem Bereich besonders stark. Sowohl in etablierten Bereichen als auch bei der Umsetzung neuer Schlüsseltechnologien in die betriebliche Praxis hat sich in den letzten Jahren eine neue Szene innovativer Unternehmen herausgebildet, die es zu stärken gilt.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/435.php)
  • Ressourcen- und Energieeffizienz

    Der Bedarf an Ressourcen und Energie einerseits sowie der Klimawandel andererseits werden in wenigen Jahren den Druck auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft massiv erhöhen. Umwelteffiziente Technologien entwickeln sich zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Treiber von Effizienztechnologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In vielen Bereichen besitzen deutsche Unternehmen und hier insbesondere KMU einen internationalen Wettbewerbsvorsprung. KMU sind ein wichtiger Innovationsmotor und eine wichtige Schnittstelle für den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft.
    mehr (URL: http://www.hightech-strategie.de/de/439.php)

Ideen zünden TV

Mit Neugier fängt alles an! Jetzt öffnen Deutschlands Hightech-Labore ihre Tore. Ideen zünden-TV, der Web-Kanal des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, berichtet exklusiv über die innovativsten und wegweisendsten Technologien der Zukunft. Denn Forschung lohnt sich für uns alle!

Top 100 Erfindungen

Publikationen

  • KMU-innovativ

    Titelbild der Publikation

    Vorfahrt für Spitzenforschung im Mittelstand - Flyer -

    2008, 2 Seiten

    Download [PDF - 191,8 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_kmu_innovativ.pdf)

  • KMU-innovativ

    Titelbild der Publikation

    Vorfahrt für Spitzenforschung im Mittelstand

    2007, 26 Seiten

    Download [PDF - 1,08 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/KMU-innovativ.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Förderberatung " Forschung und Innovation" des Bundes

    • Lotsendienst für Unternehmen
    • Telefonnummer: 0800 2623-009
    • E-Mail-Adresse: lotse@kmu-innovativ.de
    • Homepage: www.kmu-innovativ.de