
Gesundheit und Hightech, wie passt das zusammen? Die Gesundheitsforschung und Biotechnologie nehmen einen wichtigen Stellenwert in der Hightech-Strategie ein. Das hat nicht zuletzt dazu geführt, dass Deutschland in vielen Bereichen internationale Spitzensplätze einnimmt. Trotz intensiver Forschung ist die Entstehung vieler Krankheiten noch nicht geklärt. Das ist nur eine Fragestellung, für die sich die Hightech-Strategie im Bereich der Gesundheit einsetzt.
Gesund bleiben oder wieder gesund werden - das gehört zu den zentralen Grundbedürfnissen des Menschen. Hierzu liefern die Gesundheitsforschung und die Biotechnologie einen wesentlichen Beitrag. Ziel der Bundesregierung ist es, die Lebensqualität für alle Menschen bis ins hohe Alter zu verbessern. Dazu gehört es auch, die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft und die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems zu erhalten.
Der steigende Bedarf an Gesundheitsleistungen und innovativer Medizintechnik eröffnet erhebliche wirtschaftliche Potenziale. Ebenso neue Anwendungsbereiche, die aus der Biotechnologie kommen.
Gesundheitsforschung und Biotechnologie sind zentrale Handlungsfelder der Hightech-Strategie. Deutschland belegt in vielen Bereichen internationale Spitzenplätze. Wichtige Meilensteine:
Gesundheit - große Potenziale für die Wirtschaft
Unternehmen im Gesundheitsbereich werden für die kommenden Jahre hohe Wachstumspotenziale prognostiziert. Der technische Fortschritt und der demografische Wandel sorgen dafür, dass der Bedarf an Gesundheitsleistungen weiter steigt.
Schon heute ist die Gesundheitswirtschaft eine der größten Branchen in Deutschland mit mehr als 4,4 Millionen Beschäftigten und einem Anteil von 10,6 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Sie ist damit volkswirtschaftlich größer als die Automobilindustrie. Nach vorläufigen Schätzungen könnten bis zum Jahr 2020 bis zu 800.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der deutschen Gesundheitswirtschaft entstehen.
Als besonders innovativ gilt die deutsche Medizintechnik mit insgesamt 170.000 Beschäftigten in über 11.000 mehrheitlich mittelständischen Unternehmen. Sie behauptet im internationalen Wettbewerb einen Spitzenplatz. Von 2005 bis 2008 hat sich der Gesamtumsatz von 14,7 Milliarden Euro um 21,4 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro gesteigert. Dabei stellt der Außenhandel die treibende Kraft mit inzwischen 64 Prozent Anteil dar.
Auch Medikamente aus Biotechnologie-Laboren haben eine bedeutende Marktposition erobert: Diese trugen 2007 mit vier Milliarden Euro zu 15 Prozent des Gesamtumsatzes der Pharmaindustrie in Deutschland bei.