
Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Ungebremst hätte er erhebliche Auswirkungen auf die Lebensweise der Menschen und würde die Existenzgrundlagen von Gesellschaften in vielen Ländern massiv beeinflussen. Wenn wir jetzt keine wirksamen Gegenmaßnahmen gegen die globale Erwärmung ergreifen, wenn wir uns jetzt nicht mit Anpassungsmaßnahmen befassen und gleichzeitig die Fähigkeit gesellschaftlicher und natürlicher Systeme zur Anpassung an die bereits unabweisbaren Risiken und Folgen des Klimawandels stärken, wird die Klimaveränderung für viele Menschen auf der Erde zu einer unabsehbaren Veränderung ihrer Lebensverhältnisse führen.
Die Handlungsoptionen für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sollen verbessert werden, indem die Wissensbasis erweitert sowie Klimaschutztechnologien und Anpassungslösungen gezielt angewendet werden. Dazu wird die Bundesregierung die Zusammenarbeit mit Industrie und Finanzwirtschaft intensivieren. Sie entwickelt Instrumente und Strukturen, um Entscheidungen zu Klimaschutz und Anpassung noch besser zu unterstützen. Der Ausbau der internationalen Kooperation ist gerade für dieses Bedarfsfeld besonders wichtig. Der Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist ein großes Zukunftsthema.
Die Bundesregierung hat einen ambitionierten Plan mit Zielen zum Klima- und Ressourcenschutz definiert:
Die Innovationskraft Deutschlands und seine Fähigkeit zu technologischem Fortschritt wird genutzt, um die ehrgeizigen Ziele zu erfüllen. Gleichzeitig sollen Wachstum und Wohlstand weiter gestärkt werden. Um langfristig unsere Lebensgrundlagen und unseren Wohlstand zu bewahren, ist die Bundesregierung auf nachhaltiges Wirtschaften, gesteigerte Energie- und Rohstoffeffizienz sowie neue Kraftstoffe auf Basis alternativer Energiequellen ebenso angewiesen wie auf verbesserte Energiespeicher. Umwelt und Wirtschaft widersprechen sich nicht. Nachhaltiges Wirtschaften zum Schutz von Klima- und Umwelt ist vielmehr eine Voraussetzung für dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand unserer Gesellschaft.
Die Bundesregierung legte die Ziele und Schwerpunkte ihrer Energieforschungspolitik und die zugehörigen Fördermechanismen in einem mehrjährigen Energieforschungsprogramm fest, das am 01. September 2011 in Kraft getreten ist. Das Energieforschungsprogramm verfolgt einen neuen strategischen Ansatz und setzt auf die verbesserte Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien. So wird die Förderpolitik gezielt auf Technologien ausgerichtet, die im "Zeitalter der erneuerbaren Energien" benötigt werden: Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Netztechnik und Energiespeicher.
Die Bundesregierung stellt in den Jahren 2011 bis 2014 im Rahmen der Energieforschung rund 3,5 Mrd. Euro für die Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien bereit. Der beachtliche Aufwuchs von rund 75 % gegenüber der Vergleichsperiode 2006 bis 2009 speist sich großteils aus dem neu eingerichteten "Energie- und Klimafonds".
Neben der strategischen Fokussierung der Fördermittel auf prioritäre Bereiche setzt das neue Energieforschungsprogramm auf gemeinsame Förderinitiativen der beteiligten Ressorts, die ihre Kernkompetenzen in den energiepolitisch wichtigen Themen bündeln. Weiter werden die internationalen Forschungskooperationen ausgebaut. Von besonderer Bedeutung ist dabei eine stärkere Vernetzung der Forschungsarbeiten innerhalb der Europäischen Union.
Die Federführung für die programmatische Ausrichtung der Energieforschungspolitik und das Energieforschungsprogramm liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) sind im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit an der Förderung von Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien beteiligt.
[PDF - 58,9 kB]
(URL: http://www.hightech-strategie.de/_media/IPCC_Sonderbericht.pdf)

2007, 52 Seiten
Download [PDF - 1,79 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/hightech_strategie_fuer_klimaschutz.pdf)
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