Newsletter November 2020

Für eine neue Gründerzeit im Innovationsland Deutschland

Die Pandemie hat unser Leben und unseren Alltag verändert. Wir wissen nicht, welchen Verlauf die kommenden Herbst- und Wintermonate nehmen werden, aber wir müssen mit der Situation umgehen. Und so macht uns die Krise kreativ. Das gilt im gesellschaftlichen und privaten Bereich. Zahlreiche Ideen, wie unser gewohntes Leben auch in Coronazeiten weitergeht, sind aus der Not heraus entstanden – von Online-Chören über Restaurant-Tische auf Gehsteigen bis hin zu internationalen Konferenzen, die komplett in den virtuellen Raum verlegt wurden. Und das gilt auch für Forschung und Wissenschaft: Weltweit wird fieberhaft an einem Impfstoff geforscht. Dank der Wissenschaft kennen wir das Virus schon viel besser als zu Beginn der Pandemie: wie es übertragen wird und wie nicht. Was schützt und was nicht. Welche Risikogruppen besonders anfällig für schwere Krankheitsverläufe sind.

Es zeigt sich einmal mehr: Deutschland ist ein Land voller Ideen. Das ist nicht nur für die Dauer der Pandemie wichtig, sondern das müssen wir auch in zwanzig Jahren und darüber hinaus noch sein. Denn große Herausforderungen wie der Klimawandel existieren weiter und müssen bewältigt werden. Dafür brauchen wir Innovationen. Und wir brauchen die richtige Denkweise, Selbstvertrauen und vor allem: Mut. Ich bin überzeugt, dass wir damit stärker aus der Krise herauskommen werden, als wir hineingegangen sind.

Um zu zeigen, wie Menschen mit Tatendrang, Kreativität und Gründergeist unser Land zum Innovationsland machen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im September eine Kampagne gestartet: Mit „#innovationsland Deutschland“ bereiten wir Menschen eine Bühne, die mit ihren Ideen unsere Gesellschaft gestalten. Menschen, die begeisterungsfähig sind, die den Mut haben, etwas zu verändern und die andere inspirieren.

Zum Auftakt haben wir eine Serie von Veranstaltungen gestartet – mit digitalen Barcamps, Innovations-Workshops und Interviews. Wir stellen faszinierende Persönlichkeiten vor – wie Professor Manfred Curbach, der gegen viele Widerstände mithilfe von Textilfasern die Baubranche revolutioniert. Wie Dr. Özlem Türeci, die erst dem Krebs und jetzt Corona den Kampf ansagt, oder Verena Pausder, die sich für digitale Bildung einsetzt.

In der Vergangenheit ist es uns bereits gelungen, mit Innovationen aus Deutschland die Welt zu verändern: Das Automobil, das Elektronenmikroskop oder Aspirin haben das Leben unzähliger Menschen verbessert. Es muss unser Anspruch sein, dass wir in Deutschland wieder an die Spitze des Fortschritts gelangen – und auch, dass wir Erfindungen schnell bei uns im Land in marktreife Produkte umsetzen. Von Menschen mit Mut, Kreativität und Leidenschaft lebt das Innovationsland Deutschland.

Anja Karliczek

Mitglied des Deutschen Bundestages

Bundesministerin für Bildung und Forschung