Maßnahme

Nationale Dekade gegen Krebs

Status: aktiv

Ende Januar 2019 haben wir unter dem Dach des neuen Rahmenprogramms Gesundheitsforschung die Nationale Dekade gegen Krebs ausgerufen. Die Bundesregierung stößt durch die Nationale Dekade gegen Krebs gezielt zukunftsweisende Weiterentwicklungen an, um die Krebsforschung entscheidend voranzubringen und um den Patientinnen und Patienten immer bessere Chancen auf Heilung und Genesung zu eröffnen. Auf allen Ebenen und Prozessschritten werden Patientinnen und Patienten eng in die Forschung eingebunden. Innerhalb der Dekade wurde ein Strategiekreis unter gemeinsamen Vorsitz von BMBF und Deutschem Krebsforschungszentrum (DKFZ) eingerichtet. Dieser hat eine gemeinsame Erklärung mit Zielen, Handlungsfeldern und ersten Beiträgen der Partner veröffentlicht sowie erste Arbeitsgruppen eingerichtet. Zeitgleich haben wir die erste Förderbekanntmachung „Förderung praxisverändernder klinischer Studien zur Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen“ veröffentlicht. Mit ihr sollen etablierte Maßnahmen überprüft und verglichen werden. Hier endet gerade die Konzeptionsphase der einzelnen Studien. Darüber hinaus ist im Rahmen der Dekade der Ausbau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) von zwei auf sechs Standorte auf den Weg gebracht geworden. Die vier ausgewählten Konsortien erarbeiten nun in einer ersten Förderstufe gemeinsam mit den beiden bestehenden Standorten des NCT ein strategisches Konzept für die Umsetzung eines auf ganz Deutschland ausstrahlenden Gesamt-NCT. Weiterhin wurden im Jahr 2020 die Förderrichtlinien für die Erforschung der Tumorheterogenität, eine der großen ungelösten Fragen der Krebsforschung, sowie zu einem aktuellen Phänomen, der Zunahme von Darmkrebserkrankungen bei Jüngeren, als erstes Resultat der Arbeitsgruppentätigkeit der NDK, veröffentlicht. Das Thema Krebs war auch in der EU-Ratspräsidentschaft 2020 ein Schwerpunkt der Bundesregierung. So wurde auf der High-Level-Conference mit den Triopartnern die Deklaration „Europe:Unite against cancer“ verabschiedet, die u.a. die Stärkung der Krebsforschung betont und einen Prozess mit den europäischen Patientenvertretungen initiiert, der die Einbindung von Patientinnen und Patienten in Europa unterstützen soll. Zudem wurde die Aufstockung der Förderung von ERA-NET TRANSCAN beschlossen, mit dem Ziel, die Forschungsaktivitäten und -programme der beteiligten europäischen Länder auf dem Gebiet der translationalen Krebsforschung zu koordinieren. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde im April 2021 zum Thema Tumor-Mikromilieu veröffentlicht. Seitens der Bundesregierung sind BMBF und BMG an der Umsetzung der Mission beteiligt.