Nachhaltiges Wirtschaften in Kreisläufen

Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltbevölkerung und begrenzter Ressourcen ist die Fortentwicklung nachhaltiger Wirtschaftsformen weiter voranzutreiben.

Nachhaltiges Wirtschaften

Monty Rakusen – Getty Images

Bislang ist die Weltwirtschaft zu 91 Prozent linear ausgerichtet (Produzieren – Nutzen – Entsorgen), nur 9 Prozent der eingesetzten Ressourcen werden im Kreislauf gehalten. Die zentrale Herausforderung ist es, eine Transformation vom linearen Wirtschaften zu einer ressourceneffizienten, ökologisch sinnvollen Kreislaufwirtschaft zu bewältigen.

Ziele der Mission

Wir werden gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Verbraucherinnen und Verbrauchern darauf hinarbeiten, Wirtschaftswachstum mit Nachhaltigkeitszielen zu verbinden und die Gesamtrohstoffproduktivität bis 2030 gegenüber 2010 um 30 Prozent bzw. jährlich um 1,5 Prozent zu steigern. Die Materialeffizienz wird bei der Herstellung von Produkten in den Vordergrund gestellt. Innovative Geschäftsmodelle in Verbindung mit der Digitalisierung sollen den Umbau der traditionell linearen in eine ressourceneffiziente Wirtschaftsweise unterstützen. Dadurch soll eine Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch, eine deutliche Verringerung von Treibhausgasen, Abfällen und Umweltbelastungen und geringere Abhängigkeit von Rohstoffimporten erreicht werden.

Aktuelle Meilensteine und Aktivitäten der Bundesregierung

Politisch ist das Ziel einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft bereits im Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) verankert. Ebenso trägt die Förderung der Bioökonomie zu passgenauen Lösungen für die Realisierung einer kreislauforientierten Wirtschaftsform bei. Seitens der Bundesregierung sind BMBF, BMU, BMWi und BMEL an der Umsetzung der Mission beteiligt. Die Bundesregierung unterstützt das Missionsziel durch folgende Aktivitäten:

  • Die Bundesregierung leistet mit dem Rahmenprogramm FONA und der Forschungsstrategie Bioökonomie Beiträge zur Etablierung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Weitere Maßnahmen umfassen das VDI Zentrum Ressourceneffizienz, die Fördermaßnahme zur Ressourceneffizienz und Leichtbau und für Innovationen im Mittelstand, Marktentwicklungsprogramm und das Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“.
  • Die Umsetzung des 2018 veröffentlichten Forschungskonzeptes „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft“ erfolgt durch mehrere Fördermaßnahmen (150 Mio. Euro im Zeitraum 2018-2023). Dabei wird es auch Synergien zu anderen Missionen geben, insbesondere im Bereich Kunststoffe, um durch umfangreicheres und höherwertiges Recycling den Plastikeintrag in die Umwelt zu verringern.
  • Mit einem neuen Technologietransferprogramm Leichtbau soll ab 2020 der material- und branchenübergreifenden Wissens- und Technologietransfer im Leichtbau unter Berücksichtigung eines Life Cycle Assessment gefördert werden.