Newsletter Mai 2021

Grußwort von Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Leben wird gegenwärtig vor allem von einem Thema geprägt: von der Corona-Pandemie und ihren Folgen für unsere Gesellschaft und Wirtschaft – und das weltweit. Wie tiefgreifend diese Folgen sein werden, ist noch nicht absehbar. Umso mehr müssen wir uns jetzt Gedanken darüber machen: Wie werden wir künftig leben? Und: Wie können wir diese Zukunft gestalten?

Wie Zukünfte aussehen könnten, damit beschäftigt sich die Strategische Vorausschau des BMBF schon seit den 1990er Jahren. Mit wissenschaftlich fundierten Methoden und fachlicher Expertise werden Themen und Trends identifiziert und daraus mögliche Zukunftsszenarien entworfen. Vor zwei Jahren haben wir den derzeit laufenden Foresight-Prozess unter „VORAUS:schau“ gestartet und dafür ein eigenes Zukunftsbüro und einen Zukunftskreis aus Expertinnen und Strategen eingerichtet.

Der Zukunftskreis unterstützt die Politik auch darin, die aktuellen Geschehnisse rund um die Corona-Pandemie richtig einzuschätzen und Perspektiven aufzuzeigen. Dafür hat er im vergangenen Jahr eine Delphi-Umfrage in Auftrag gegeben. Ihr Titel lautete: „Langfristige Chancen und Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie“. Das Ergebnis ist klar: Viele der Befragten empfinden die Pandemie nicht nur als Krise, sondern nehmen sie zum Anlass, um über ihre Zukunft nachzudenken. Sie schauen also nach vorn, und ich meine, das ist ein Grund, optimistisch zu sein.

Ende März haben wir schließlich zusammen mit Expertinnen und Experten aus Politik und Wirtschaft in einer virtuellen Konferenz eine erste Bilanz des laufenden Foresight-Prozesses gezogen. Dabei haben wir verschiedene Zukunftsentwürfe ebenso nebeneinandergelegt wie die verschiedenen Ansätze, diese zu untersuchen. Wir haben auch unsere Studie zur „Zukunft von Wertvorstellungen der Menschen in unserem Land“ vorgestellt. Sie zeigt, dass der Blick vieler Menschen auf die Zukunft nicht nur von Fakten beeinflusst wird, sondern auch von subjektiven Wahrnehmungen. Zudem wünschen sich rund siebzig Prozent der Befragten, dass Werte wie Solidarität und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft künftig wichtiger werden.

Das macht Mut. Gleichzeitig spornt uns das Ergebnis an, auch weiterhin daran zu arbeiten, unsere Zukunft im Innovationsland Deutschland für uns alle lebenswert zu gestalten.

Ihre
Anja Karliczek
Mitglied des Deutschen Bundestages
Bundesministerin für Bildung und Forschung